Arbeiten, wo andere Ferien machen
Schon vor einiger Zeit hatten wir gemeinsam einige Tage in Berlin verbracht. Die Stadt faszinierte uns so sehr, dass wir sie nicht nur als Touristinnen erleben, sondern für eine gewisse Zeit tatsächlich dort leben wollten. Eine Workation bot dafür die perfekte Gelegenheit.
Unser Zuhause auf Zeit war ein Airbnb im lebendigen und urbanen Stadtteil Kreuzberg. Für die Arbeit entschieden wir uns bewusst gegen Homeoffice in der Ferienwohnung und für einen Coworking-Space. So konnten wir konzentriert arbeiten, ungestört an Sitzungen teilnehmen und gleichzeitig den Austausch mit anderen Berufstätigen erleben.
Besonders überzeugt hat uns dabei das Konzept des Coworking-Spaces: Neben Bereichen für ruhiges Arbeiten gab es separate Zonen für Calls und virtuelle Meetings. Dadurch liess sich der Arbeitsalltag genauso professionell gestalten wie im Büro in Bern.
Arbeiten am Morgen, Berlin erleben am Nachmittag
Das Schöne an einer Workation: Der Arbeitstag beginnt ganz normal. Nach konzentrierten Stunden am Laptop gehörte der Nachmittag jeweils Berlin.
Dabei wurde uns nie langweilig. Wir erkundeten Kreuzberg und Friedrichshain bei einer Streetart-Tour mit einem lokalen Künstler, besuchten das Denkmal für die ermordeten Juden Europas und liessen uns von der eindrücklichen Boros Collection begeistern – einer Kunstausstellung in einem ehemaligen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg.
Ein weiteres Highlight war der Besuch im Comedy Club von Felix Lobrecht. Zufällig fiel unsere Reise zudem auf das Pfingstwochenende, sodass wir den Karneval der Kulturen miterleben durften. Das bunte Strassenfest mit Menschen aus aller Welt verwandelte Kreuzberg in eine einzige grosse Feier.
Auch Entspannung durfte nicht fehlen: An warmen Tagen verbrachten wir den Nachmittag im Freibad, schwammen einige Bahnen oder spielten eine Runde Skip-Bo. Daneben standen Besuche im Berliner Zoo, ausgedehnte Spaziergänge durch Prenzlauer Berg und Shoppingtouren rund um den Hackeschen Markt und den Kurfürstendamm auf dem Programm.